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PDF* Der Jupiter Zyklus

Der Jupiter Zyklus

Was ist ein Zyklus?

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Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 1 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Christopher A. Weidner

Der Jupiter-Zyklus

Auf Jupiters Schwingen zum Erfolg

(2002)

Was ist ein Zyklus?

Zyklus – das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet Kreis. Allgemein bezeichnen wir

einen Prozess als zyklisch, wenn er an seinem Ende wieder am Ausgangspunkt angekommen ist:

der Verlauf der Dinge schließt sich kreisförmig. Zyklen sind in der Natur allgegenwärtig: Es gibt die

himmlische Zyklen, z.B. der Zyklus der Mondphasen, Zyklus von Tag und Nacht und der Zyklus der

Jahreszeiten. Es gibt biologische Zyklen wie den weiblichen Zyklus, den Rhythmus von Wachen und

Schlafen, die biologischen Uhr usw.

Astrologie könnte man auch die Lehre von den himmlischen Zyklen bezeichnen, denn es gibt keinen

Horoskopfaktor, der nicht in einen Zyklus eingebunden ist: Die Planeten und Lichter wandern durch

den Tier-Kreis wie in einer Arena, jeder in seiner Geschwindigkeit – jeder hat seinen eigenen Zyklus.

Dies wird leider häufig vernachlässigt, denn das Horoskop suggeriert eine Statik, die der Himmel

nicht kennt, denn er ist ununterbrochen in Bewegung. Das Horoskop ist eigentlich nur das Standbild

eines Films, eine Momentaufnahme: es kann immer nur einen Punkt des Zyklus eines einzelnen

Planeten abbilden, niemals den gesamten. In einem Horoskop greifen die verschiedenen Zyklen des

Himmels ineinander über, treten in eine komplexe Wechselwirkung.

Wenn wir die Position eines Planeten als Augenblick seines Zyklen denken, wird er zum Bestandteil

eines Größeren: er ist nicht ein singuläres Ereignis, sondern hat teil an der gesamten Qualität dieses

Zyklus. Hier erhebt sich sogleich die erste, alles entscheidende Frage: Wann beginnt ein Zyklus?

Da Zyklen eine Kreisbewegung zugrundelegen, gibt es keine Stelle des Zyklus, die aus dem Zyklus

heraus als Anfang bezeichnet werden könnte, so wie wir sagen können, der Anfang einer Strecke

von A nach B liegt in A. Der Anfang eines Zyklus ist also Definitionssache. Dennoch gibt es Stellen

eines Zyklus, die prädestinierter erscheinen, als Anfang (oder Leitpunkt) zu dienen als andere.

Zumeist sind es Stellen, in denen sich verschiedene zyklische Systeme berühren. So ist der Anfang

des Tierkreis-Zyklus als die Stelle definiert, in der sich die Ekliptik mit dem Himmelsäquator

schneidet: Hier liegt 0° Widder.

Wenn wir einen einzigen Planeten und seinen Zyklus betrachten, müssen wir eine weitere

Bezugsebene wählen, z.B. das Geburtshoroskop. Der Gedanke dahinter ist ganz einfach: Wir stellen

uns vor, dass das Geburtshoroskop der Beginn des Zyklus sämtlicher Planeten ist und lassen nun

die Planeten weiterlaufen – bis sie auf ihre alte Stelle im Horoskop wiederkehren. Dieser Gedanke

ist in der klassischen Astrologie in der Erstellung von Wiederkehr- oder Revolutionshoroskopen

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 2 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

erhalten. In der Praxis werden dabei zwei Revolutionshoroskope bevorzugt: das Solar und das

Lunar. In der zyklischen Betrachtung kommt jeder Phase eines Zyklus eine Bedeutung zu. Die

Wiederkehr eines Planeten auf seine Geburtsposition markiert dabei den Anfang und Leitpunkt, aber

auch den Endpunkt eines Zyklus. Dazwischen kann man jedoch weitere bedeutsame Stationen fest

machen.

Die vier Phasen eines Zyklus

Jeder planetare Zyklus entfaltet sich phasenweise. Dabei ist die Frage, wie man diese Phasen

unterteilt und welche Kriterien der Unterteilung man anlegt. Deshalb nützt es, sich im Vorfeld

besonders augenscheinliche Zyklen am Himmel vor Augen zu führen, die als Vorbild für die

Beschreibung aller anderen Zyklen dienlich sein können. Neben dem jährlichen Zyklus der Sonne,

wie er sich im Tierkreis wiederspiegelt, und dem täglichen Tag-und-Nacht-Rhythmus, kommt dabei

auch der Zyklus der Mondphasen in Frage, vor allen Dingen bei der Betrachtung der Zyklen

zwischen zwei Planeten. Für den Zyklus eines einzelnen Planeten scheint der Tierkreis als Vorbild

besser geeignet zu sein.

Dabei entspricht die Konjunktion des Planeten mit seinem Radix-Pendant der Position der Sonne auf

0° Steinbock, dem tiefsten Punkt ihrer jährlichen scheinbaren Laufbahn um die Erde. Von jetzt an

werden die Tage wieder länger und der Bogen der Sonne wird sie jeden Tag ein Stückchen höher

über den Horizont führen. Jetzt beginnt etwas Neues, auch wenn es noch nicht sichtbar ist. Es

befindet sich gewissermaßen in der Planung.

Wenn die Sonne 0° Widder erreicht hat, sind Tage und Nächte gleich lang. Sie hat sich 90° auf dem

Tierkreis von ihrer Ausgangsposition entfernt und deshalb entspricht diese Position dem ersten

zunehmenden Quadrat eines Planeten mit seinem Radix-Pendant. Jetzt sammeln sich die Kräfte,

um das, was in der Tiefe der Erde den Winter über vorbereitet hat, ans Tageslicht zu bringen.

Deshalb beginnt nun eine Phase der Umsetzung im Zyklus eines Planeten.

Mit 0° Krebs erreicht der Jahreszyklus der Sonne seinen Höhepunkt: mit dem Sommer tritt die Natur

in die Blüte ein. Zugleich beginnt auch schon der Fall – so wie die Tage jetzt zunehmend kürzer

werden. Die Früchte reifen und in ihnen bilden sich schon die Samen für den kommenden Zyklus

aus. Ebenso ist die Phase, die mit der Opposition des laufenden Planeten mit seiner Radix-Stellung

beginnt, gekennzeichnet vom Gedanken der Ernte. An der Frucht erkennt man nun den Wert aller

vorangehenden Bemühungen. Zugleich gilt es zu entdecken, was es wert ist, als Keimgedanke in

den nächsten Zyklus mit hinüber zu nehmen.

Mit dem Überschreiten der 0° Waage werden die Tage nun kürzer als die Nächte, das Dunkle siegt

über das Helle und die Sonne steht nun deutlich tiefer über dem Horizont, während die Schatten

immer länger werden. Die Natur ist in die Phase des Verfalls eingetreten und übrig bleibt nur die

Gewissheit, dass mit dem Sterben der Natur nicht ihr Tod eintritt, sondern nur eine Ruhephase, in

der sich das Leben, für uns unsichtbar, auf einen neuen Zyklus vorbereitet. Im planetaren Rhythmus

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 3 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

entspricht dies dem abnehmenden Quadrat des laufenden Planeten auf seine ursprüngliche Radix-

Position hin, auf seine Rückkehr. Wie die Kräfte der Natur ins Innere der Erde verschwinden, so geht

es jetzt darum, sich für eine Weile gehen zu lassen, um den Ideen die Gelegenheit zu geben, sich

mit neuen Bildern und neuen Motiven anzureichern. Es ist eine Phase des Traumes von der Zukunft,

in der wir unsere Hoffnungen und Wünsche in Bezug auf unsere künftigen Projekte zur Geltung

bringen. Aus ihnen entwickelt sich die leuchtende Vision einer besseren Zukunft.

Von der Vision zum Erfolg: Die Phasen des Jupiter-Zyklus

Der Jupiter-Zyklus gibt den allgemeinen Rhythmus vor, in dem ein Mensch sein Verhältnis zur

Gesellschaft in Bezug auf die Wahrnehmung seiner Möglichkeiten zur optimalen Entfaltung seiner

Persönlichkeit gestalten kann, wie sie durch die individuelle Position des Jupiter im Horoskop

angelegt sind. Wer sich auf den Jupiter-Zyklus „aufschwingt“ und ihn aktiv zur Umsetzung seiner

Vorhaben anwendet, befindet sich in der optimalen Resonanz zu seinen eigene Jupiter-Kräften und

maximiert dadurch die Erfolgschancen. Deshalb könnte man diesen Zyklus kurz auch den „Zyklus

des Erfolgs“ nennen.

In der Praxis bedeutet dies, dass der Jupiter-Zyklus mit seiner Dauer von etwa zwölf Jahren die

idealen Rahmenbedingungen setzt, um Vorhaben zu organisieren, die darauf ausgerichtet sind, die

bestmögliche Resonanz in der Gesellschaft zu finden. Deswegen lohnt es sich für alle Unternehmer,

Freiberufliche und Selbstständige ihre Projekte auf die Phasen des Jupiter abzustimmen, denn damit

erhöhen sie ihre Chancen auf eine positive Akzeptanz ihres Vorhabens. Doch auch der Wunsch

nach persönlicher Veränderung kann in seiner Umsetzung gut mit den Zyklen des Jupiter in Einklang

gebracht werden.

Bei der nun folgenden Betrachtung der einzelnen Phasen ist es wichtig, sich zu vergegenwärtigen,

dass es nicht darauf ankommt, an welcher Stelle des Zyklus man einsteigt, sondern dass man sich

der Qualität bewusst wird, die im Moment des Eintrittes vorherrscht. Je nachdem, wie viel an

persönlicher Vorarbeit bereits geleistet wurde, sollte man abwägen, ob es sich lohnt, sich auf den

Zyklus ganz einzulassen, oder besser die nächste Station abzuwarten. Da ein Jupiter-Zyklus etwa

zwölf Jahre umfasst, kann man davon ausgehen, dass jeder Phase im Schnitt drei Jahre zu ihrer

Verwirklichung zur Verfügung stellt. Dies ist in der Regel genügend Zeit, um Vorbedingungen

aufzuholen und Versäumtes nachzureichen.

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 4 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Phase 1: Die Entdeckung

Letztes von der Jupiter-Opposition bis zum abnehmenden Jupiter-Quadrat.

Nach dem Höhepunkt des Zyklus ist bereits das zur Blüte gelangt, was im bestehenden Zyklus zum

Zeitpunkt der Jupiter-Jupiter-Konjunktion angelegt wurde. Jetzt ist die Zeit gekommen, um das, was

man bislang erreicht hat, auf seine Qualität zu überprüfen. Im Sinne des Jupiter-Zyklus geht es

jedoch nicht darum, nach Fehlern in der Berechung oder nach Mängeln Ausschau zu halten und

auch nicht um übermaÅNssige Kritik an der Leistung, die man erbracht hat. Vielmehr geht es jetzt

darum, sich auf das Beste zu konzentrieren, den positiven Kern. Man könnte sich Fragen stellen wie:

Ungeachtet dessen, was alles schief gelaufen ist – was davon ist das Beste, das mir je begegnet ist?

Welche Eigenschaften, Merkmale, Errungenschaften möchte ich unbedingt bewahren, weil sie mein

Leben reich gemacht haben und mich mit einem Gefühl von Zufriedenheit und „Sattheit“ erfüllen?

Entscheidend ist, dass wir uns zwar bewusst sein sollten, dass kommende Veränderungen im Sinne

des vornaschreitenden Zyklus richtig und wichtig sind, doch dass wir diese Veränderungen auf der

Grundlage des Besten, das wir uns wünschen, geschehen soll. Der positive Kern kann nach der

Blüte als das bereits im Fruchtstand angelegte Samenkorn betrachtet werden, in dem sich die

besten Anlagen für die Zukunft wiederfinden.

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 5 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Phase 2: Der Traum

Abnehmendes Jupiter-Quadrat bis Jupiter-Konjunktion

Wir können uns vorstellen, dass das Samenkorn des Besten, was wir im laufenden Zyklus erreicht

haben, nun den kreativen Kräften der Erde überantwortet wird, indem es ausgesät wird. In dieser

Phase geht es darum, den positiven Kern zum Ausgangspunkt für eine Vision werden zu lassen, in

der sich künftige Möglichkeiten spiegeln wird. Deshalb ist die Aussaat ist ein wichtiger Augenblick

des Loslassens, denn es geht noch nicht um Planung oder gar Umsetzung einer Idee, sondern um

die Anreicherung der Idee, bis aus ihr das Bild einer anderen Zukunft wird. Das Träumen ist die

einzig wirklich sinnvolle Aktivität: damit ist gemeint, sich dem Auftauchen und Verschwinden von

Bildern zu widmen, die in einem und um einen herum in dieser Phase entstehen können. Es ist

wichtig, diese Bilder fließen zu lassen und ihnen nicht Einhalt zu gebieten, sondern ihnen eine

entspannte Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht selten ist diese Phase mit einem Rückzug auf sich

selbst verbunden, in die „hauseigene Zukunftsschmiede“.

Phase 3: Der Plan

Jupiter-Konjunktion bis zunehmendes Jupiter-Quadrat

Mit der Konjunktion des laufenden Jupiter und dem Jupiter in unserer Radix fällt der Startschuss,

aktiv zu werden. Es ist die Keimphase des Zyklus: Aus dem positiven Kern ist die Vision einer

möglichen besseren Zukunft geworden, ein leuchtendes Bild, das wir bereit sind mit aller Kraft

Wirklichkeit werden zu lassen. Doch noch wäre es verkehrt, in blinde Handlungswut zu verfallen –

vielmehr muss eine Strategie her, ein Plan, um die freiwerdenden Energien sinnvoll zu bündeln.

Wichtig ist, sich jetzt zu organisieren und alle Arrangements zu treffen, um der Vision einen guten

Start ins Leben zu bieten. Wir könnten uns fragen: Welche Mittel muss ich zur Verfügung haben, um

meine Ideen in die Tat umzusetzen? Mit wem möchte ich zusammenarbeiten? Wo finde ich die

besten Bedingungen? Mit welchen Hindernissen muss ich rechnen? Was kann ich diesen

Hindernissen entgegensetzen? Welche Eigenschaften muss ich mir noch aneignen, um mich der

Umsetzung meiner Vision völlig widmen zu können? Der Möglichkeitssinn konfrontiert sich mit dem

Realitätssinn, Entscheidungen müssen getroffen werden. Manchmal wirkt diese Phase wie eine

Ernüchterung nach der Traumphase, doch ist es wichtig, die Vision nicht zu verlieren, was leicht

unter der Last der sich aufbauenden Realitäten geschehen kann. Am Ende dieser Phase muss

ungeachtet aller Modifikationen das leuchtende Bild, dass uns als Ausgangspunkt für den Wunsch

nach Veränderung diente, noch in aller Klarheit vorhanden sein.

Phase 4: Die Umsetzung

Zunehmendes Jupiter-Quadrat bis Jupiter-Opposition

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 6 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Schließlich ist das letzte Viertel des Jupiter-Zyklus erreicht – und damit die „heiße Phase“ des

Zyklus, denn es geht darum nach der Vorbereitung und der Planung endgültig zur Tat zu schreiten.

Da es sich um eine Zeit der Bewährung unserer Vision handelt, ist hier wichtig, sich wirklich Zeit zu

nehmen für ein planvolles und an de Realitäten ausgerichtetes Vorgehen. Vielleicht werden wir

feststellen, dass es schwieriger ist, als wir es uns vorgestellt und in der Planung entworfen haben.

Dann müssen wir genügend Kraft und Mut haben, um unser Bild nicht aus den Augen zu verlieren

und zugleich sich verändernde Bedingungen in unsere Berechnungen mit einzubeziehen. Daher

sollten wir in dieser Phase unsere volle Aufmerksamkeit zur Verfügung haben, wenn wir unser

Projekt zur vollen Blüte bringen wollen.

Doch selbst wenn wir nicht Alles erreichen, was wir uns vorgestellt haben, ist es sehr wahrscheinlich,

dass wir – getragen vom Zyklus des Jupiter – in weiten Bereichen Erfolge zu verbuchen haben. In

jedem Falle aber werden wir genügend Stoff finden, um nach der Jupiter/Jupiter-Opposition in eine

weitere Phase der Entdeckung zu gehen. Diese neuerliche Entdeckungsphase bis zum nächsten

abnehmenden Jupiter-Quadrat ist wieder der Keim für kommende Entwicklungen: man hat entweder

alles erreicht – oder eben nicht. Jetzt beginnt Jupiter je nachdem, was ihm wiederfahren ist, seine

positiven oder negativen Seiten zu entfallen. Entweder man beginnt sich zu frustrieren und den

Glauben an das Gute in der Welt zu verlieren oder man wird überheblich und glaubt, sich auf seinen

Erfolg ausruhen zu dürfen.

In beiden Fällen wird Saturn als Korrektiv eingreifen: Er wird sich insbesondere darin äußern, das

Zuviel durch Maßregelungen einzuschränken. Am besten ist es, mit Saturn eine Kooperation

einzugehen und ihn zu seinem Verbündeten zu machen. Wenn alles schief gegangen ist, dann sollte

man sich jetzt mit Hilfe Saturn besinnen und auswerten, woran es gelegen ist. Wenn alles gut

gelaufen ist, sollte mit Saturns Hilfe auf dem Boden der Tatsachen bleiben und zusehen, von seinem

Gewinn an die Gesellschaft wieder etwas abzugeben.

Dies setzt wieder Ressourcen und damit neue Möglichkeiten frei. Auch wenn es diesmal nicht

geklappt hat, wird man aufgrund der positive ausgewerteten Erfahrungen es beim nächsten Mal

besser und richtig machen – oder es wird nun klar, was auf der Grundlage der Vergangenheit an

Neuem entstehen kann.

Stationen auf dem Weg zum Erfolg – Kontakte und Übergänge

Jupiter wird im Laufe seines Zyklus alle Planeten unseres Horoskops „berühren“. Wenn wir jedoch

diese Berührung nicht nur wie im herkömmlichen Sinne als isolierten Transit betrachten, sondern als

Station im übergeordneten Rahmen des gesamten Zyklus, können wir sie als einen Moment unseres

Projektes erfahren, in dem wir die verschiedenen Aktionspotenziale unserer Persönlichkeit gezielt

ins Spiel bringen können.

Aus diesem Grund macht es wenig Sinn, hier zwischen Aspekten zu unterscheiden, schon gar nicht

zwischen „negativen“ und „positiven“. Ich würde im Gegenteil empfehlen, auf eine Differenzierung

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 7 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

völlig zu verzichten, sondern die bloße Tatsache, dass es zu einer Berührung kommt, würdigen. Um

jedoch die Informationsdichte zu reduzieren, um am Ende nicht den Wald vor lauter Bäumen aus

den Augen zu verlieren, genügt es insbesondere Konjunktionen, Oppositionen und Quadrate zu

betrachten. In einem zweiten Schritt haben sich auch Halbquadrate und Spiegelpunkte bewährt.

„Weiche“ Aspekte (Trigone und Sextile etwa) hingegen zeigen erstaunlicherweise kaum

Aktionspotenzial an. Dies mag sich aus dem Umstand erklären, dass die Aspekte, die sich aus der

einfachen Kreisteilung ergeben und damit auch die Stationen des Zyklus spiegeln, auch die

deutlichste Herausforderung im Sinne eines kreativen Schubes des Projektes bieten.

Jeder dieser Kontakte nimmt einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen ein. Diese Zeit sollte deshalb

intensiv genutzt werden, sich auf die entsprechenden planetaren Energien zu konzentrieren und mit

ihnen zu arbeiten.

Sonne-Kontakte

Berührt Jupiter im Laufe eines Zyklus die Sonne, hat unser Projekt gute Chancen, von uns ans Licht

gebracht zu werden. Jetzt sollten wir uns darum bemühen, zu zeigen, was wir vorhaben – je nach

der Phase des Jupiter-Zyklus entweder die Idee, die Planung oder auch einfach nur unsere Vision.

Es macht jetzt wenig Sinn, unser Licht unter den Scheffel zu stellen: wir sollten bereit sein, uns zu

öffnen und die Energie nach außen fließen lassen.

Mond-Kontakte

Der Kontakt von Jupiter und Mond ist von einer Bereitschaft zu Verinnerlichung des bereits

Gewordenen in unserem Projekt gekennzeichnet. Jetzt ist es Zeit, in sich zu gehen und die Idee, die

Planung oder einfach auch nur unseren Wunschtraum mit den Bildern abzugleichen, die wir in uns

finden, wenn wir den Lärm des Alltags rings um uns herum meiden. Jetzt gilt es, die Wahrnehmung

zu schärfen und sich deutlich auf das zu besinnen, was uns unser Projekt im Grunde unseres

Herzens wirklich bedeutet.

Merkur-Kontakte

Kommunikation ist der Schlüssel der Berührung des laufenden Jupiter mit unserem Radix-Merkur.

Merkur spricht die Empfehlung aus, sich gedanklich mit unserem Projekt auseinander zusetzen. Ziel

dieser Auseinandersetzung sollte es sein, die Strategie, nach der wir verfahren, noch einmal Revue

vor unserem geistigen Auge passieren zu lassen und zu prüfen, ob sie noch mit den Bedingungen,

unter denen wir unser Vorhaben gestalten, hand in Hand gehen. Unter dieser Konstellation ist es

wichtig, Flexibilität zu üben und bereit zu sein, sich an verändernden Bedingungen auszusteuern.

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 8 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Venus-Kontakte

In diesem Moment unseres Projektes ist es wichtig, die Ideen, Gedanken und Reflexionen anderer

Menschen in unser Vorhaben mit einzubeziehen. Es lohnt sich jetzt, verstärkt auf Stimmen in

unserem Umfeld zu achten und sie als wichtige Impulse wahrzunehmen, die uns auf mögliche

Schwachstellen in unserer Planung hinweisen, insbesondere dort, wo wir dazu neigen, uns zu sehr

nur auf uns selbst zu verlassen. Die Integration der Ideen anderer in dieser Phase sollte als

Befruchtung erlebet werden, die Mängel ausgleicht und uns vor Einseitigkeit bewahrt. Es macht

Sinn, in dieser Zeit bewusst auf andere Menschen zuzugehen, um sie um Rat zu fragen und um ihre

Meinung zu bitten.

Mars-Kontakte

Wenn Jupiter unseren Radix-Mars berührt, heißt es die Ärmel hochkrempeln: Jetzt sollte nicht

gezögert werden, sondern auf das Wort die Tat folgen. Wenn sich Situationen ergeben, die wir als

Bedrohung unseres Vorhabens erleben oder die uns in Konkurrenz mit anderen Ideen bringen,

sollten wir diese als Herausforderung begreifen, die Durchsetzungskraft unserer Visionen und

Planungen zu testen. Jetzt haben wir die Chance, unser Projekt einer Feuerprobe zu unterwerfen:

Es wird sich am Ende dieser Phase zeigen, ob es dem Druck standhält und in einem gewissen

Sinne überlebensfaÅNhig ist.

Eine Zeit, in der man sich davor hüten sollte, zu impulsiv zu reagieren. Nur wenn Besonnenheit den

Grundimpuls stützt, kann beherztes Vorgehen Erfolg bringen – sonst neigt man hier gerne dazu,

alles auf eine Karte zu setzen.

Saturn-Kontakte

Der Übergang des Jupiter über Saturn zeigt eine Zeitphase an, die für den gesamten Prozess von

höchster Bedeutsamkeit ist, denn nun zeigt sich, ob das Projekt auch den Ansprüchen eines

übergeordneten Zusammenhanges gerecht wird. In dieser Zeit können sich Hürden ergeben, die

dazu zwingen, das Tempo zu verlangsamen. Dadurch sollten wir uns jedoch nicht beirren lassen

oder gar in Versuchung geraten, dagegen anzukämpfen. Wenn uns nun Fehler vor Augen geführt

werden oder gar moralische Bedenken entgegentreten, gilt es innezuhalten und mit großer Sorgfalt

die Schritte zu überprüfen, um im gegebenen Falle eine Kurskorrektur vorzunehmen. Dieser Schritt

wird in der Regel aller Fälle nicht leicht fallen und möglicherweise mit Opfern verbunden sein.

Dennoch kann der richtige Umgang mit der Qualität dieser Zeit das Projekt wieder auf eine stabile

Basis bringen und das angestrebte Bild wieder schärfen, um uns selbst wieder auf Erfolgskurs zu

bringen.

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 9 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Eine im Grunde besonders vielversprechende Konstellation, weil hier die expandierenden

Tendenzen Jupiters davor bewahrt werden, über die Grenzen zu schießen. Eine wichtige Zeit, um

seine Ziele noch einmal klar zu formulieren und sich wieder auf den Boden der Tatsachen zu stellen.

Uranus-Kontakte

Uranus-Kontakte sind schwierig einzuschätzen: Wie es der Qualität dieses Planeten entspricht, lässt

er sich schlecht auf eine Bedeutungsebene eingrenzen. Während viele unter seiner Ägide in eine

Zeitphase eintreten, in der ihr Projekt von den unerwartetsten Seiten torpediert wird und sie das

Gefühl haben, auf Abwege gedrängt zu werden, fühlen andere sich durch eine Kette ungeahnter

Einfälle inspiriert und beflügelt. Das Geheimnis besteht in der richtigen Haltung gegenüber dem

Zufall – dem, was einem von zu-fällt. Wir können eine Haltung großer Offenheit gegenüber dem

Unerwarteten einnehmen, dann werden wir feststellen, dass diese Zu-Fälle uns nicht mehr irritieren:

sie werden uns eher als Botschaften vorkommen, die uns erreichen, um unseren Horizont zu öffnen.

In dieser Phase unseres Projektes ist es wichtig, sich ganz offen zu machen selbst für die

ungewöhnlichsten Begegnungen, Vorschläge und Gedankengänge. Nichts sollte uns so abwegig

erscheinen, dass wir ihm mit einer abwehrende Geste begegnen müssten.

Gerade jetzt haben wir die Chance, verloren geglaubte Projekte wieder um 180° zu wenden. Nicht

selten erfahren unverhoffte Hilfe aus einem Bereich, an den wir gar nicht gedacht haben.

Neptun-Kontakte

Auch der Kontakt mit Neptun bringt uns im Laufe des Zyklus unseres Projektes mit Qualitäten in

Kontakt, die uns wenig kontrollierbar erscheinen und einem Bereich entstammen, der über unsere

Persönlichkeit hinaus reicht. Sind es bei Uranus inspirierende Zufälle, lässt und Neptun in das Meer

der Intuitionen tauchen. Jetzt haben wir ein besonderes Gespür für das, was „in der Luft liegt“. Es ist

jetzt sinnvoll, sich für Trends sensibel zu machen, für das, was gerade entsteht, aber sich noch am

ehesten in Ahnungen manifestieren wird. In dieser Phase geht es darum, alles für möglich zu halten

und sich seinem Sinn für Möglichkeiten zu überlassen. Vielleicht ist man gut beraten, dem

Visionären mehr Raum zu geben. Dies kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn man bei der

Umsetzung des Projektes in Gefahr kommt, den ursprünglichen Traumkern unter der Last der

Realitäten zu verlieren.

Es ist eine Zeit, in der man nichts „tun“ kann – man kann nichts erzwingen, sondern sollte

geschehen lassen. Es ist besser in dieser Phase zu ruhen – zu schnell könnte man sich in

Träumereien verlieren und den Bodenkontakt verlieren.

Christopher A. Weidner – Der Jupiter-Zyklus Seite 10 von 10

© Christopher A. Weidner 2002

Pluto-Kontakte

Wenn Jupiter unseren Radix-Pluto berührt, beginnt nicht selten eine Phase, in der wir den Eindruck

gewinnen, gegen eine ungeheure Belastung kämpfen zu müssen. Vielleicht begegnen uns mächtige

Widersacher, die uns glauben machen, dass wir mit unserem Projekt zum Scheitern verurteilt seien.

Wenn wir uns dann in diese Opferhaltung hinein begeben, besteht die Gefahr, dass wir allzu schnell

bereit sind, unsere Vision aufzugeben oder gar anderen das Feld zu überlassen, weil wir sie für

stärker halten. Es ist daher wichtig in dieser Phase, sich um die Kontrolle des Projektes zu bemühen.

Dazu ist ein starkes und klares Bild nötig, auf das wir unsere gesamte Energie fokussieren.

Möglicherweise ist es jetzt wichtig, nicht nach links und nicht nach rechts zu sehen, und auch nicht

nach hinten, sondern fast schon stur den Blick auf unsere Vision geheftet unbeirrt voranzuschreiten.

In dieser Unerbittlichkeit der eigenen Vision gegenüber liegt der Schlüssel zum Erfolg in dieser

Zeitphase.

Gerade Jupiter/Pluto gibt einigen Anlass zu bedenken – vielleicht neigt man auch selbst dazu,

anderen die eigenen Ziele aufzuzwingen oder andere wichtige Ziele im Leben auszublenden.

Gerade wegen der große Kraft, die diese Konstellation freisetzen kann, ist hier Vorsicht ist

angebracht und eine gute Selbstbeobachtung.

 
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